|
Der neue Fanbeauftragte des VfB Friedrichshafen heißt Rudolf „Rudi“ Krafcsik. Er löst den bisherigen Vertreter der Häfler Fans, Jürgen Schrandt, nach mehr als vier Jahren Amtszeit ab und hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit ebenso erfolgreich weiterzuführen
Friedrichshafen (rep). „Zum VfB gekommen bin ich, da hat unser Team noch als VSG Bodensee in der Bodensee-Sporthalle geschmettert. Das ist schon mindestens 20 Jahre her“, sagt Rudolf Krafcsik. Der 57-Jährige, den alle „Rudi“, nennen, kennt den VfB Friedrichshafen und seine Fans wie kein Zweiter. Er fühlt sich hier seit Jahren zu Hause, schließlich ist er gebürtiger Häfler. Jetzt übernimmt Krafcsik das Amt des Fanbeauftragten der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen und tritt damit die Nachfolge von Jürgen Schrandt an.
„Die Volleyballfans in Friedrichshafen spielen eine wichtige Rolle“, sagt Krafcsik. „Sie tragen den Verein und können ihn auch unterstützen und voranbringen, wenn es Mal nicht optimal läuft.“ Die Ziele, die Krafcsik als neuer Fan-Beauftragter verfolgt, sind vielfältig, werden aber nicht grundlegend verändert. „Ich möchte die Arbeit, wie sie von Jürgen (Schrandt, Anm. d. Red.) verrichtet wurde, nicht verändern“, sagt er. „Er hat hier Großartiges geleistet und eine tolle Fangemeinschaft geschaffen. Das möchte ich so beibehalten. Es gibt keinen Veränderungsbedarf an seiner Arbeit.“
Wie man eine erfolgreiche Fanarbeit gestaltet, hat Schrandt in den vergangenen vier Jahren eindrucksvoll bewiesen. Auch Krafcsik weiß, worin hierbei der Schlüssel zum Erfolg liegt. „Man muss“, sagt er, „viel Fingerspitzengefühl mitbringen, um sowohl den Bedürfnissen der Fans als auch denen des VfB nachzukommen und für beide Seiten eine optimale Lösung zu finden“. Einen zentralen Knackpunkt sieht Krafcsik vor allem in der Kontaktmöglichkeit zwischen Fans und Spielern. „Einerseits wollen die Fans auch abseits des Spielfeldes mit den Spielern in Kontakt treten, andererseits sollen sich die Spieler dadurch nicht belästigt fühlen“, sagt er. „Das ist immer eine Gratwanderung.“
Ein Ziel gibt es aber dann doch noch, welches sich der neue Fanbeauftragte gesetzt hat. Mehr Fanfahrten zu Auswärtsspielen soll es künftig geben. „Beispielsweise eine Reise nach Halle (Westfalen) ins Gerry-Weber-Stadion wäre klasse“, so Krafcsik. „Jeder, der schon einmal dort war, ist äußerst beeindruckt von der Kulisse.“
Krafcsik, der hauptberuflich als Logistiker bei der ZF arbeitet, fühlt sich beim VfB Friedrichshafen wie zu Hause und schätzt die sympathische Umgebung. Besonders das Verhältnis zum VfB-Management beschreibt er sehr positiv: „Jedes Mal, wenn ich hierher komme, ist es, als ob ein Familienmitglied begrüßt würde.“ Auch die VfB-Verantwortlichen sehen in Krafcsik einen würdigen Nachfolger Schrandts, der aus beruflichen Gründen dieses Amt niederlegte. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Rudi diese Aufgabe übernimmt“, sagt VfB-Manager Stefan Mau. „Er ist ein sehr angenehmer und engagierter Nachfolger.“ |